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Sterbefall

Familienbuch

Beurkundungs- und Anzeigepflicht

Jeder in Deutschland eingetretene Sterbefall bedarf der standesamtlichen Beurkundung. Ein Sterbefall muss dem zuständigen Standesamt spätestens am dritten auf den Todestag folgenden Werktag angezeigt werden.

Zuständigkeit

Zuständig für die Entgegennahme der Anzeige und die Beurkundung des Sterbefalles ist der Standesbeamte, in dessen Bezirk der Tod eingetreten ist. Maßgebend ist also nicht der Wohnort, sondern nur der Sterbeort. Unserem Standesamt obliegt somit die Beurkundung all der Todesfälle, die sich auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Prüm ereignen.
Ausnahmeregelungen gibt es für Sterbefälle in Land-, Luft- und Seefahrzeugen.

Anzeigepflichtige Personen

Zur Anzeige eines Sterbefalles sind in folgender Reihenfolge verpflichtet:

  1. jede Person, die mit dem/der Verstorbenen in häuslicher Gemeinschaft gelebt hat;
  2. die Person, in deren Wohnung sich der Sterbefall ereignet hat;
  3. jede andere Person, die beim Tod zugegen war oder von dem Sterbefall aus eigenem Wissen unterrichtet ist;

Hat sich der Tod in einem Krankenhaus, in einem Alten- oder Pflegeheim oder einer sonstigen Einrichtung ereignet, so ist primär der Träger der jeweiligen Einrichtung zur Anzeige verpflichtet.
Diese Anzeigepflicht der Einrichtungen schließt allerdings eine Sterbefallanzeige durch die unter Ziffern 1 - 3 aufgezählten Personen nicht aus.

Form der Anzeige

Die Sterbefallanzeige muss dem Standesbeamten gegenüber mündlich erstattet werden. Eine Anzeige per Telefon, Telefax, Brief oder E-Mail genügt den gesetzlichen Anforderungen nicht.
Einrichtungen wie Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime hingegen müssen schriftlich anzeigen.

Erforderliche Unterlagen

Für die Beurkundung eines Sterbefalles müssen grundsätzlich die folgenden Urkunden und Nachweise vorgelegt werden:

  1. Ärztliche Totenscheine, bestehend aus dem nicht vertraulichen Teil als offenes Blatt sowie aus dem vertraulichen Teil im verschlossenen Umschlag

  2. nach Möglichkeit Pass oder Personalausweis der/des Verstorbenen

  3. Nachweis über den letzten Wohnsitz, sofern die/der Verstorbene nicht in der Verbandsgemeinde Prüm gewohnt hat;

  4. als Personenstandsnachweis der/des Verstorbenen
    • bei ledigen (noch nie verheiratet gewesenen) Personen
      • die Geburtsurkunde/Abstammungsurkunde/beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenbuch

    • bei verheirateten Personen
      • die Eheurkunde
      • einen Geburtsnachweis (Geburtsurkunde, Abstammungsurkunde, beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenbuch)
        Sofern die/der Verstorbene in unserem Standesamtsbezirk geboren wurde, muss kein Geburtsnachweis vorgelegt werden.

    • bei verheiratet gewesenen (verwitwet, geschieden, Ehegatte für tot erklärt) Personen
      • die Eheurkunde
      • den Nachweis über die Auflösung der Ehe (entweder Auflösungsvermerk in der Eheurkunde, Sterbeurkunde des Ehepartners, Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk)
      • einen Geburtsnachweis (Geburtsurkunde, Abstammungsurkunde, beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenbuch)

    • bei Verstorbenen, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebten
      • die Lebenspartnerschaftsurkunde
      • einen Geburtsnachweis (Geburtsurkunde, Abstammungsurkunde, beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenbuch)

    • bei Verstorbenen, deren eingetragene Lebenspartnerschaft aufgelöst ist
      • den Nachweis über die Auflösung der Lebenspartnerschaft (entweder Auflösungsvermerk in der Lebenspartnerschaftsurkunde, Sterbeurkunde des Lebenspartners, Auslösungsurteil mit Rechtskraftvermerk)
      • einen Geburtsnachweis (Geburtsurkunde, Abstammungsurkunde, beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenbuch)

    • bei Verstorbenen, deren letzte Ehe oder Lebenspartnerschaft im Ausland geschlossen oder aufgelöst wurde
      • In diesen Fällen sind unter Umständen zusätzliche Dokumente erforderlich. Näheres dazu erläutern wir Ihnen im konkreten Einzelfall.

Eine Geburts- oder Abstammungsurkunde befindet sich meist im Familienstammbuch der Eltern, während die Eheurkunde (früher Heiratsurkunde und beglaubigte Abschrift des Familienbuches) im Familienstammbuch der Eheleute enthalten sind.
Sie müssen die erwähnten Urkunden nicht vorlegen, wenn die entsprechenden Personenstandsbücher in unserem Standesamt geführt werden.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir mit diesen kurzen, allgemeinen Darstellungen nicht jeden Einzelfall erfassen können. Je nach Sachverhalt könnten noch andere oder zusätzliche Unterlagen erforderlich sein. Ihre konkreten Fragen beantworten wir gerne in einem persönlichen oder telefonischen Gespräch.

Veröffentlichung des Sterbefalles

Der Tod Ihrer/s Familienangehörigen wird nur dann in der PRÜMER RUNDSCHAU veröffentlicht, wenn Sie dies ausdrücklich wünschen und dazu Ihre schriftliche Einwilligung erteilen.
Bei der Anzeige des Sterbefalles werden wir Sie dazu befragen. Für den Fall, dass Ihr Bestattungsunternehmen die Formalitäten für Sie erledigt, halten die Beerdigungsinstitute unseres Einzugsbereiches entsprechende Einwilligungserklärungen bereit.
Sofern sich der Sterbefall außerhalb unserer Verbandsgemeinde ereignet hat und der/die Verstorbene den letzten Wohnsitz in unserem Amtsbezirk hatte, sind wir gerne bereit, Ihrem Wunsch nach einer Veröffentlichung in der PRÜMER RUNDSCHAU auch dann zu entsprechen. Wir benötigen dazu die ausgefüllte und unterschriebene Einverständniserklärung sowie eine Kopie der Sterbeurkunde oder der standesamtlichen Bescheinigung über den Sterbefall. Den Vordruck für die Einwilligungserklärung können Sie hier herunterladen.

Einwilligungserklärung als Word2003-Datei

Einwilligungserklärung als pdf-Datei

 

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