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Namensänderung

Arten der Namensänderungen und Zuständigkeiten

Im deutschen Rechtsbereich erwirbt ein Mensch seine Vor- und Familiennamen bei der Geburt nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Die Vornamen werden von den personensorgeberechtigten Eltern erteilt, während der Familienname in aller Regel kraft Gesetzes erworben wird. Obliegt beiden Eltern das Sorgerecht und führen sie unterschiedliche Familiennamen, so bestimmen sie den Namen eines Elternteils zum Familiennamen des Kindes.

Zahlreiche personenstandsrechtliche Veränderungen bewirken entweder eine automatische Änderung des ursprünglich erworbenen Namens oder bilden die Grundlage dafür, durch Erklärung einen anderen Namen zu erwerben.

Nach ihrer Rechtsgrundlage können wir die Namensänderung in zwei Gruppen aufteilen. Wir unterscheiden zwischen bürgerlich-rechtlichen und öffentlich-rechtlichen (=behördlichen) Namensänderungen.

Bürgerlich-rechtliche Namensänderungen haben das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) als Rechtsgrundlage und setzen in der Regel eine Erklärung der betreffenden Person/en voraus. Im BGB sind konkrete Voraussetzungen für die unterschiedlichen möglichen Änderungen der Namensführung vorgegeben, die meist schon bei der Abgabe der namensrechtlichen Erklärung erfüllt sein müssen.

Haben zwei Menschen eine eingetragene Lebenspartnerschaft begründet, gibt ihnen das Lebenspartnerschaftsgesetz die Möglichkeit, Erklärungen zur Bestimmung von Lebenspartnerschaftsnamen abzugeben.

Namenserklärungen nach § 94 des Bundesvertriebenengesetzes (BVFG) bieten eine weitere Möglichkeit, Änderungen in der Namensführung vorzunehmen. Diese Regelung gilt für Vertriebene und Spätaussiedler sowie deren Ehegatten und Abkömmlinge, welche Deutsche im Sinne des Artikels 116 Abs. 1 Grundgesetz sind. Sie gibt diesen Menschen die Gelegenheit, Namensbestandteile abzulegen, die männliche Form ihrer Familiennamen anzunehmen, die deutschsprachige Form ihrer Vor- und Familiennamen anzunehmen oder sogar neue Vornamen zu bestimmen, wenn es für die bisherigen keine deutschsprachige Form gibt.

Personen, welche nach einem anwendbaren ausländischen Recht ihre Namen erworben haben und für die nun fortan deutsches Recht gilt (z. B. durch Einbürgerung, Anerkennung als Asylberechtigte oder ausländische Flüchtlinge, Staatenlose, Rechtswahl) können ihre Namensführung durch Erklärung gemäß Artikel 47 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB) an das deutsche Namensrecht anpassen.

Eine öffentlich-rechtliche (= behördliche) Namensänderung wird auf der Grundlage des Namensänderungsgesetzes und der dazu ergangenen Rechtsvorschriften vorgenommen. Danach darf ein Name nur dann geändert werden, wenn ein wichtiger Grund die Änderung rechtfertigt. Sie dient dazu, Unzuträglichkeiten im Einzelfall zu beseitigen, und hat Ausnahmecharakter. Die behördliche Namensänderung ist nicht dazu da und darf nicht dazu missbraucht werden, die namensrechtlichen Grenzen, welche das bürgerliche Recht gezogen hat, zu umgehen.
Eine öffentlich-rechtliche Änderung des Namens setzt stets einen Antrag voraus. Darin muss der wichtige Grund für die beabsichtigte neue Namensführung datailliert, nachvollziehbar und ggf. nachweisbar dargelegt werden.

Mit der folgenden Auflistung versuchen wir, Ihnen einen groben Überblick über die zahlreichen Möglichkeiten der Namensänderung zu verschaffen. Ausführliche, individuelle Informationen erteilen wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch. Die Zuständigkeitsregelungen beziehen sich auf den Bezirk unserer Verbandsgemeinde.

Art der Namensänderung: Zuständigkeit:
Namensänderung von Ehegatten
Bestimmung eines Ehenamens Standesamt
Hinzufügung eines Begleitnamens zum Ehenamen
Widerruf eines Begleitnamens
Wiederannahme eines früheren Namens nach Auflösung der Ehe
Namensänderungen von Kindern
Erteilung des Ehenamens durch den allein sorgeberechtigten Elternteil und dessen Ehegatten Standesamt
Erteilung des Namens des nicht sorgeberechtigten Elternteils durch den allein sorgeberechtigten Elternteil
Namensänderung bei elterlichem Namenswechsel
Namensänderung nach Begründung der gemeinsamen Sorge (Frist: 3 Monate!)
Namensänderung durch Annahme als Kind (Adoption) Amtsgericht im Rahmen des Annahmeverfahrens
Namenserklärungen eingetragener Lebenspartner
Bestimmung eines Lebenspartnerschaftsnamens Standesamt
Hinzufügung eines Begleitnamens zum Lebenspartnerschaftsnamen
Widerruf eines Begleitnamens
Wiederannahme eines früheren Namens nach Beendigung der Lebenspartnerschaft
Namenserklärungen nach § 94 BVFG Standesamt
Namensangleichung gemäß Art. 47 EGBGB
Aus dem vorhandenen Namen Vor- und Familiennamen bestimmen Standesamt
Beim Fehlen von Vor- oder Familiennamen einen solchen Namen wählen
Bestandteile des Namens ablegen, die das deutsche Recht nicht vorsieht
Ursprüngliche Form eines Namens annehmen, der nach dem Geschlecht oder Verwandtschaftsverhältnis abgewandelt ist.
Deutschsprachige Form des Vor- oder Familiennamens annehmen.
Bestimmung eines neuen Vornamens, wenn es für den bisherigen keine deutschsprachige Form gibt.
Öffentlich-rechtliche Namensänderungen
Änderung des Familiennamens Antragstellung, Bearbeitung und Entscheidung:
Verbandsgemeindeverwaltung Prüm, FB 3,
Bürgerdienste (im Standesamt Prüm)
Änderung des Vornamens
Wir sind für Sie da:
montags - mittwochs08.00 - 12.00 Uhr
donnerstags08.00 - 12.00 Uhr14.00 - 18.00 Uhr
freitags08.00 - 12.30 Uhr
außerhalb dieser Zeiten ggfls. nach vorheriger Terminvereinbarung
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