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Niederschlagswasser

Bewirtschaftung von Niederschlagswasser

Umdenken ist erforderlich

Schnell und unkontrolliert abfließendes Niederschlagswasser hat in den letzten Jahren vermehrt zu Problemen aus wasserwirtschaftlicher Sicht geführt. Neben den in früheren Jahren angelegten Felddränagen und Bachbegradigungen hat vor allem der immer stärker werdende Zufluss des Niederschlagswassers von bebauten und befestigten Flächen Kanalleitungen ge- bzw. überfüllt wie auch die Bachläufe zum Verlassen des Bachbettes gezwungen. Diesen nicht erwünschten Zuständen muss sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht entgegengewirkt werden.

Gesetzliche Grundlage für die Bewirtschaftung von Niederschlagswasser ist das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) als Bundesrecht und das Landeswassergesetz (LWG) als Landesrecht. Beide Vorschriften regeln im Wesentlichen die Nutzung und Verwertung der Gewässer sowie die Einleitung in die Gewässer. Letzteres trifft somit für die Ableitung von Niederschlagswasser zu, unabhängig davon, ob dieses Niederschlagswasser unmittelbar in ein Gewässer oder ob es über die Kanalisationsanlagen eingeleitet wird.

Damit unerwünschte Zustände behoben werden und künftig nicht mehr eintreten, wurde das LWG geändert. Es legt nunmehr in § 2 Abs. 2 konkret und verbindlich fest, dass das Niederschlagswasser am Ort des Anfalls, also auf den Grundstücken, zu bewirtschaften ist, wenn dies mit vertretbarem Aufwand realisiert werden kann. Hiernach ist Niederschlagswasser in folgender Reihenfolge zu bewirtschaften:

  1. Zurückhaltung (Sammlung) zum Zwecke der Verdunstung (= oberflächige Sammlung in auf den Grundstücken anzulegenden Rückhaltemulden)
  2. Soweit eine Verdunstung nicht erreicht werden kann, ist eine Versickerung anzustreben
  3. Nur überschüssiges Niederschlagswasser, welches nach beiden zuvor genannten Behandlungsmethoden nicht bewirtschaftet werden kann, darf in ein Gewässer/Kanalisation eingeleitet werden

Diese Maßnahmen gelten für alle bebauten bzw. befestigten Grundstücke. Besonders ist jedoch zu beachten, dass in letzter Zeit die Erschließung von Neubaugebieten konzeptionell auf diese vorgenannten Bedingungen ausgelegt wird. In den Bebauungsplänen ist zum Teil die Anlegung von Rückhaltemulden auf den Grundstücken vorgeschrieben; hierin ist das Niederschlagswasser vor allem bei Starkregenereignissen zurückzuhalten und nach obigen Grundsätzen zu verwerten.

Die Nichtbeachtung dieser Auflagen und Vorschriften führt zwangsläufig zu Problemen der Niederschlagswasserableitung, so dass unter Umständen neben den öffentlichen Anlagen auch Nachbar- oder Unterliegergrundstücke dauerhaft geschädigt werden, was zu Schadensersatzansprüchen gegenüber dem Grundstückseigentümer führen kann. Daher ist es neben den Vorschriften aus wasserwirtschaftlicher Sicht auch aus privatwirtschaftlicher Sicht erforderlich, dass alle Vorgaben genauestens beachtet werden.

Ziel der gesamten Bemühungen sollte es sein, so wenig Niederschlagswasser wie möglich unmittelbar in Bachläufe und Kanalisationen einzuleiten, sondern es auf kurzem Wege in den natürlichen Kreislauf zurückzugeben.

Weitere Auskünfte erteilt gerne das Verbandsgemeindewerk Prüm.

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